#huschhusch Ab ins Bett!

Seit vor knapp 8 Monaten das Trotzkopfbaby zur Welt kam, hatte ich immer wieder die Situation beide Kids alleine ins Bett bringen zu müssen. Denn bereits eine Woche nach Entbindung war der Trotzkopfpapa über Nacht nicht da und ich hatte Angst. Echte Angst. Den Großen ins Bett zu kriegen abends war immer mal wieder schwierig, aber alleine die beiden ins Bett? Eventuell sogar gleichzeitig?

Ich muss gestehen, am Anfang war es echt easy. Das Trotzkopfbaby schlief entweder eh schon / noch oder war in der Wippe mit im Zimmer, während ich den Großen hinlegte. Null Problemo. Dann kam eine Phase, wo ich erst den Kleinen legen musste, den Großen in der Zeit irgendwie beschäftigen und dann hinlegen und dann wieder zum Kleinen hin. Ging. Ist der Trotzkopfpapa zu Hause sowieso. Aber dann kam die Phase, als der Große mehr Aufmerksamkeit forderte und eben mal nicht liegen blieb.

Das erste mal passierte es mir beim Mittagsschlaf, dass er ständig aufstand. Eigentlich kein Problem, wäre da nicht das Trotzkopfbaby. Dieses süße kleine Ding schläft nämlich mittlerweile nur bei absoluter Stille ein (hahahaha) oder in der Trage. An diesem Mittag tapste der Große also ständig ins Zimmer, sodass der Kleine auch nicht schlief. Zum durchdrehen. Und ich hundemüde, ohne Plan, ohne Idee, völlig überfordert. Kam abends natürlich das Gleiche...

Mittlerweile machen wir es so: Nach dem Abendessen und Baden mache ich beide bettfertig, stille den Kleinen und versuche ihn hinzulegen, wenn der Papa da ist und den Großen bespaßt. Sind wir alleine, packe ich ihn direkt in die Trage und lese beiden vor. Wenn der Kleine schläft (tief und fest, haha, wie lange nur...), bringe ich ihn ins Kinderzimmer, denn beide schlafen nun zusammen im Kinderzimmer. Den Großen muss ich währenddessen irgendwie ablenken, sonst tapst er dauernd zu uns ins Zimmer. Entweder darf er noch eine Sendung im Fernsehen sehen oder er sitzt eh auf Toilette. Manchmal reichen auch Legos oder was anderes. Das Trotzkopfbaby schläft ja aber nur auf meinen Kissen, neben mir, auf der großen Gästematratze, alles andere wird mit Schreien quittiert. Hab ich Glück, kann ich ihn hinlegen und zum Großen noch etwas Spielen gehen. Wir müssen dann eben immer recht leise sein, aber das geht gut, Lego spielen, kuscheln, Buch lesen, was er so will. Wird er müde, bringe ich ihn leise ins Bett und lege mich daneben. Flüsternd erzähle ich noch immer eine unserer "Geistli-Geschichten" und hoffe, dass der Kleine nicht wach wird. Sonst muss ich den Kleinen noch mal schnell in den Schlaf stillen. Meistens klappts aber doch und der Große schläft neben mir zufrieden ein, an mich gekuschelt. Dann gehe ich aus dem Zimmer, schaffe noch bissel was und gehe wieder rein, wenn der Kleine das erste Mal schreit und ich eh stillen muss. Dann schlafe ich neben ihm und egal,wer wach wird, ich bin da.

Ich muss gestehen, anfangs musste ich echt mit mir kämpfen, denn abends ist doch "meine heilige Zeit". Nunja, das ist jetzt eben mal nicht mehr so. Ich genieße es sehr, so viel für meine Kids da sein zu können und merke, dass es vor allem dem Großen unglaublich gut tut nochmal Extrazeit mit mir alleine zu haben. Ich tue mich bei Veränderungen immer schwer, aber mittlerweile bin ich froh darüber und freue mich abends sogar auf die Kuschelzeit. Mir tut es auch gut zu sehen, dass es so viel besser läuft und vor allem mit viel weniger Geschimpfe.Und immer wieder frage ich mich, wie lange das so noch geht. Wie lange sie mich so noch brauchen...

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