#aufAugenhöhe Sorry Männer, falscher Ansatz!

Dank der Blogparade #aufAugenhöhe darf auch ich meinen Senf wieder dazugeben. Und hier ist quasi eines meiner Lieblingsthemen, hurray!! Gleichberechtigung im Haushalt, hahaha. Dass ich nicht lache. Gleich vorab dazu ein wichtiger Fakt: rein psychologisch gesehen gibt es fast keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen bezüglich Wahrnehmung. Es gibt individuelle Unterschiede, das definitiv. Aber dieser Quatsch von wegen "Männer können nicht kommunizieren und Frauen nicht einparken"- sorry, dafür gibts null Evidenz! (Musste ich gerade erst letztes Semester bearbeiten...)

Wie meine Freundin immer so schön sagt "Genderfalle sucks", und zwar sobald die Kinder da sind. Ich sehe das ähnlich, nicht weil mein Mann faul ist, nein, das ist er nicht. Aber natürlich hat er einen mega anstrengenden Job, bei dem es sehr oft um Leben und Tod geht und er verdient die Brötchen, damit ich studieren kann. Dass unsere beiden Trötzköpfe nicht Vollzeit in der KIta sind, hängt dann einerseits am Finanziellen, aber andererseits auch ganz klar daran, dass ich ja da bin. Ja, als studierende Mami kann ich relativ gut entscheiden, was ich wann wie mache und ja ich verbringe auch wirklich gerne Zeit mit den Kids. Sonst hätten wir ja keine Kinder. Und wer macht dann den Haushalt? Na ich natürlich. Ganz einfach, weil ich verstehe, dass der Trotzkopfpapa abends um 19 Uhr dann doch lieber mal die Kinder genießt und da eben auch mithilft, aber sicher keine Fenster mehr putzt.

Manche Dinge sehen Männer sicher nicht so eng, aber auch das ist individuell. Bestes Beispiel: Trotzkopfpapa bespaßt den Großen, während ich in der Uni bin. Hat er darüber nachgedacht ihm mal eine frische Pämpi anzuziehen? öhm, nee, wir haben doch so schön gespielt. Aber direkt fällt ihm auf, dass das arme Kind nicht die beste Jacke anhat...Augenroll...Das sind einfach verschiedene Prioritäten, die da aufeinander prallen.

Ich muss gestehen, anfangs hat es mich tierisch genervt, dass immer nur ich alles mache. Bis ich mal versucht hab mit seinen Augen zu sehen und auch gesehen habe,was er trotz Fulltimejob noch zusätzlich macht, ohne es zu erwähnen (einkaufen, den ganzen Versicherungs-und Elektrokram, Kinderbaden,tanken, etc) Mittlerweile sage ich ganz klar, wenn mich was stört und bekomme dann oft eine erstaunlich einfache und einleuchtende Antwort. Aber von wegen Ansage machen, was er zu tun hat? Nee, sorry, ich bin nicht seine Mutter! 

Männer merken viel mehr, als wir denken, aber ja, es ist viel einfacher so zu tun, als würden sie es nicht wahrnehmen ;) Und sollte der Trotzkopfpapa tatsächlich mal anmerken, dass die Fenster ja ganz schön schmutzig sind, sage ich wie es ist : Sorry, wenn es dich stört, musst du es wegmachen, ich habe leider gerade zuviel anderes zu tun. Und dann ist das Thema in der Regel erledigt.

Was für mich aber ganz klar aus diesem Thema folgt: Ich bringe meinen zwei Jungs früh bei, wie man etwas ordentlicher ist und ein wenig mithilft. Kinder lieben das ja sowieso. Und nicht zuletzt sind viele Männer ja auch wirklich daran gewöhnt,dass ihre Mami aufgeräumt hat oder sagte, was zu tun sei. Ich hoffe einfach, dass meine 2 Trotzköpfe das mitnehmen können, dass man zB Wäsche gleich in den Korb legt, Müll in den Eimer, mal staubsaugt etc. 

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